PIN, Passwort, Panik - die digitale Herausforderung

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00:00:17: Unsere grauen Zellen können im Alter viel mehr als man denkt.

00:00:20: Ich interessiere mich besonders für Fragen, wenn das Alter so anfängt ruckelig zu werden.

00:00:27: Man muss einfach bei Älteren viel intensiver und langsamer erklären

00:00:33: Hallo Michael.

00:00:34: Hallo Bertrand!

00:00:36: Heute bei dir wieder im Wohnzimmer und wir wollen heute über PIN Passwort Panik die digitale Herausforderung sprechen, aber vorher möchte ich einen Hinweis von einer Hörerin aufnehmen, die uns gebeten hat dass wir uns immer wieder kurz vorstellen fang du doch bitte mal an bitte unter eine halben Stunde.

00:00:53: also geboren ja warum?

00:00:57: Weil mein Vater und meine Mutter sich ganz gut verstanden haben damals in Thüringen im Juli, was dann neun Monate später zu meiner Geburt geführt hat.

00:01:07: Wer nicht rechnen mag aktuell siebenundsechzig Jahre also davon ein dreißig-neinhalb Jahre in der DDR Journalistik studiert, dann vierzig Jahre Fernsehen gemacht seit fast genau einem Jahr Rentner Und jetzt

00:01:18: du!

00:01:19: Auch in der Zeit von den Tv aufgewachsen, Geschichte studiert, dann mein ganzes Berufsleben was mit Medien gemacht, hauptsächlich beim Radio und auch TV gearbeitet.

00:01:31: Seit dem Jahr zwanzig vierundzwanzig Rentner und damit genau in Rente gegangen wie der Durchschnittsdeutsche.

00:01:37: Ich bin verheiratet und wir haben drei erwachsene Kinder.

00:01:41: Also wir beide haben uns kennengelernt Anfang der Neunziger bei der TV-Produktionsfirma Elf-Ninundneinzig.

00:01:47: Jetzt habe ich doch glatt meinen Sohn unterschlagen, der heute in der Folge ja noch eine Rolle spielen.

00:01:52: Ohja

00:01:52: sehr gut!

00:01:53: Übrigens wenn ihr oder sie Anmerkungen zu unserem Podcast habt oder haben immer gerne Kommentare hinterlassen ok jetzt aber zur Pin Passwort Panik die digitale Herausforderung.

00:02:06: oder lass uns doch zunächst mal über die rasante digitaler Entwicklung in unserem Leben oder Berufsleben sprechen.

00:02:13: Erinnerst du dich noch an unser erstes Firmen-Handy bei elfneunundneinzig vor weit mehr als dreißig Jahren?

00:02:20: Ja logisch.

00:02:21: In meiner Erinnung sah das aus wie so ein Sprengkasten, kennst Du die Dinger wo so Spreckenmeister dann eine Kurbel drehen und dann fliegt irgendwas in die Luft.

00:02:33: Das hat ungefähr das gleiche Gewicht oder die gleiche Größe gehabt.

00:02:36: Und dann ist es zum Schluss irgendwann gestohlen worden.

00:02:38: Ja da stimmt!

00:02:39: Und dann haben wir danach Firmenhandys bekommen und waren beide so stolz.

00:02:44: Ich erinnere mich noch, Wir haben eine Dienstreise nach Hamburg gemacht und hatten ein bisschen Zeit.

00:02:49: Am Anlieger Rabenstraße haben wir uns einen Ruderboot für die Außenalster gemietet und dann saßen wir beide in einem Boot und haben telefoniert.

00:02:57: Heute ist dein Leben ohne Handy kaum noch vorstellbar!

00:03:00: Wann hast du denn deinen ersten Computer bekommen?

00:03:03: Keine Ahnung... also privat weiß ich

00:03:15: es

00:03:16: wirklich nicht mehr.

00:03:28: ...

00:03:29: ja, ich habe meinen ersten Schneider-Computer... ... ... ziemlich früh dran.

00:03:38: Aber genug der alten Erinnerung.

00:03:40: und heute fühlst du dich manchmal auch überfordert oder nur herausgefordert von der digitalen Entwicklung mit PIN, Passwort und manchmal auch Panik?

00:03:49: Ganz ehrlich ja ich habe mir immer eingebildet dass sich ganz gut mit digitaler Technik umgehen kann aber eben an manche Geräte Apps oder zum Beispiel Elster für die Abrechnung so zum Laufen bringen, kannst du schweigen von den Problemen mit Handy und Computer nach Updates gräuselig?

00:04:09: Und wie ist bei dir?

00:04:10: Frag mich nicht.

00:04:11: Beispiel von gestern ich brauchte eine aktuelle Meldeperscheinigung und habe erst mal im Internet es probiert und dann aufgegeben.

00:04:20: Ich bin zum Bürgeramt gefahren.

00:04:22: da waren die alle freundlich und haben mir diesen blöden Wisch gleich ausgedruckt und mitgegeben.

00:04:28: Das ist die hauptsächliche Kritik von mir dass die zwischenmenschliche Kommunikation so häufig wegfällt, immer mehr diese automatisierten Dialoge oder Fragebögen oder die Kommunikations mit diesen Bots.

00:04:41: Anfang zwanzig sechsundzwanzig ist eine neue Bitkom-Studie rausgekommen.

00:04:46: Hast du eine Ahnung eigentlich wie viele Menschen über fünfundsechzig also in unserem Alter das Internet nutzen?

00:04:53: Du meinst dieses neue Internet?

00:04:55: Das ist doch total überwiegend.

00:04:57: Neuland!

00:04:59: Nein, mittlerweile wahrscheinlich irgendwas Richtung... ...achtzig Prozent oder so.

00:05:04: Ja also, seventy-vier Prozent nutzen es... ...fünfundsechzig plus da sind alle Alterskohorten drin.

00:05:11: ich sage da gleich noch fast zu und immer noch ein paar mehr Männer als Frauen nutzen das Internet.

00:05:26: Das Internet ist also mit drei Viertel der Alten vollkommen angekommen.

00:05:32: Vor allen Dingen bei den fünfundsechzig bis siebzigjährigen, also unsere Alterskohorte nützen es fast achtundneunzig Prozent.

00:05:41: Das nimmt dann ab!

00:05:42: Bei den über-achtzigjährigen sind es zum Beispiel nur noch neunundvierzig Prozent, also nur noch knapp die Hälfte.

00:05:49: Wie ist denn Badana mehr als neunzig Jahre alten Mutter?

00:05:53: Ja mein Vater hat bis zu seinem toten Computer gehabt und hat damit auch immer was angestellt.

00:06:00: Meine Mutter damals mit ihm zusammen auch noch so pöpö.

00:06:04: aber nachdem er gestorben ist... Wann war das?

00:06:06: Sieg zwei tausend sechs hat sie seit nunmehr zwanzig Jahren keinen Computer mehr angefasst.

00:06:14: und jetzt hat sich auch nicht mal mehr ein Handy, weil das packt es ja einfach nicht.

00:06:19: Ja mein Vater ist Mitte sechzig in der ersten Hälfte der Neunziger leider schon gestorben und hat sich aber mit Sechzig so einen Zwischendink zwischen elektrischer Schreibmaschine und Computer gekauft.

00:06:33: Das Ding hatte schon einen kleinen Bildschirm.

00:06:36: Dein Computer hat den Drucker, hast du ihn erzählt?

00:06:38: Der hatte einen kleinen Bildschirm und konnte Texte speichern.

00:06:41: Es war ein Brother wenn ich mich recht erinnere!

00:06:43: Meine Mutter dagegen ist mit über neunzig gestorben und hat sich immer dagegen gewährt gegen Internetcomputer kein Smartphone und einer ihrer Lieblingssprüche war Computer.

00:06:55: wie schreibt man

00:06:56: das?!

00:06:56: Das ging vor ein paar Jahren noch zurück zur Bitkom Studie mit mir als tausend befragten.

00:07:03: Den Link stellen wir in die Show-Nutzt, was wird am meisten genutzt?

00:07:08: Was ist deine Einschätzung?

00:07:10: Na ja bei mir und wahrscheinlich auch bei vielen anderen Kommunikationen also E-Mails und so und Recherchen von Google bis Chatchabity.

00:07:19: Ja, also richtig.

00:07:20: Kommunikation steht mit zwei Neunzig Prozent einsam an der Spitze.

00:07:24: aber auch Online-Banking wird von Achtzig Prozent der Befragten genutzt und Reiseplanung immerhin mehr als die Hälfte mithilfe des Internets.

00:07:34: Wie sieht es bei dir?

00:07:35: Mit einer Reise Planung aus?

00:07:37: Ja, Reise planung hundert Prozent weißt du ja und online Banking eigentlich wenig.

00:07:42: Okay Und ganz am Schluss der Liste der Bitcoin Studie steht mit sieben Prozent Dating.

00:07:48: Da frage ich dich jetzt nicht, wie es bei dir damit steht.

00:07:51: Kannst du ruhig?

00:07:52: Null Prozent!

00:07:54: Ich

00:07:54: bin seit vierzehn Jahren verheiratet.

00:07:56: Gut dass wir drüber sprechen übrigens nächsten Monat des Hochzeitstag.

00:08:00: Vergesse ich den jetzt

00:08:01: nicht.

00:08:01: Ja alles klar.

00:08:02: So jetzt ein bisschen noch mehr Zahlensalat und dann kommen wir zu unserem ersten Gesprächspartnerin Frau Professorin Ines Himmelsbach.

00:08:18: mehr Unterstützung.

00:08:19: Einenundneunzig fordern den Staat auf, mehr zu tun damit keine abgehängt wird von der digitalen Entwicklung und achtundsiebzig Prozent wollen ein Hilfe-Telefon bei digitalen Fragestellungen.

00:08:32: was wäre denn dein Wunsch?

00:08:34: Ja das nicht einfach.

00:08:35: vorausgesetzt wird dass Senioren schon irgendwie mit digitalen Medien klarkommen werden und man sie da mit natürlich hoffnungslos überfordert.

00:08:45: Bei meiner Mutter

00:08:45: z.B.,

00:08:45: ist es die Krankenkasse, wird einfach mitgeteilt in Zukunft bitte nur noch über App und das bei einer einen neunzigjährigen, die nicht mal ein Handy hat.

00:08:55: also das funktioniert nicht.

00:08:57: Ich habe mit der Professorin Himmelsbach von der katholischen Hochschule in Freiburg gesprochen Und mit Michael Albrecht, seventy-fünf Jahre alt Der anderen Senioren und Senioren Das Internet und digitale Geräte erklärt.

00:09:13: Aber zunächst einmal Ines Himmelsbach, Professorin für soziale Gerontologie.

00:09:18: Ich bin auf Sie gekommen durch Ihre Studie mit dem etwas länglichen Titel Die Relevanz digitaler Medien für Kommunikation und Teilhabe im höheren und hohen Alter in sozialräumlichen Kontexten.

00:09:30: Ich frage den Titel nachher ab bei dir.

00:09:33: Link in den Schonots auch zu Ihrem Projekt DibiWohn.

00:09:37: Hier stellt sich Ines Himmelsbach kurz mal selbst

00:09:41: vor!

00:09:42: Ich interessiere mich schon sehr lange für das Alter.

00:09:46: Ich habe nur Erziehungswissenschaften studiert, aber in Heidelberg als Studentische Hilfskraft am damaligen Deutschen Zentrum für Alternsforschung angefangen und so bin ich dann reingerutscht ziemlich früh in diese Forschungswelt und fand es also sehr spannend was man alles zum Thema Altern beforsten kann.

00:10:04: Ich interessier mich besonders für Fragen der Bildung im Alter ruckelig zu werden.

00:10:13: Also wenn vielleicht nicht mehr alle späten Freiheiten möglich sind, sondern hier und da auch Einschränkungen zu spüren sind.

00:10:23: diese Phase des Alters interessiert mich besonders weil sie ist eine herausfordernde aber auch ne sehr spannende Lebensphase und nicht nur für Forscher.

00:10:34: Digitale Teilhabe im Alter hat also vielen mit Lernen zu tun.

00:10:38: Michael, du bereitest ja gerade dafür auch eine ganze Folge vor?

00:10:43: Ja klar ich bin mittendrin und habe gerade ein Interview mit einer Hirnforscherin geführt und wir beide sind übrigens gerade in der dritten von vier signifikanten Hirnveränderungsphasen.

00:10:55: Das passt genau zum Thema ruckelig im Alter.

00:11:00: Spoiler, unsere grauen Zellen können im Alter viel mehr als man denkt.

00:11:04: Also erzähle nicht zu viel davon das kommt noch.

00:11:07: heute geht es um den Aspekt wie gehen wir in unserem alter und älter mit der rasenschnellen digitalen Entwicklung um?

00:11:14: Zunächst einmal bestätigt Frau Professorin Himmelsbach die Ergebnisse der Bitcoin Studie.

00:11:22: Also über fünfundsechzigjährige kann man sagen sind top dabei, also fast alle über Fünfundsächzigjährigen nutzen das Internet und digitale Geräte.

00:11:32: Wo es dann ein bisschen abfällt ist wenn wir über achtzig Jahre gehen dass wir da ein bisschen weniger Nutzung haben.

00:11:42: aber auch eine rasante Steigerung und natürlich der Durchbruch waren die Einführungen von Teppels und insbesondere den Smartphones Interessanterweise in unserer Studie, die wir aktuell zur Nutzung von Hochaltrigen also wirklich in vulnerablen Situationen von Älteren gemacht haben.

00:12:00: Da haben wir gesehen dass manche ältere digitale Geräte nutzen aber manchmal gar nicht wissen das das Internet dabei ist.

00:12:06: Also wenn wir sie fragen nutzen Sie das Internet sagen sie nein Aber dann sagen sie ich spreche mit meiner Tochter über Facetime oder irgendetwas in diesen kleinen Geräten das Internet versteckt sein könnte, ist für Hochaltrige fast gar nicht vorstellbar.

00:12:23: Tja und bald ist das Internet zu ziemlich in allen Geräte drin!

00:12:27: Hast du schon ein Smart Home also eine im Internet kontrollierbare und steuerbare Wohnung?

00:12:35: Ich bin froh, wenn ich meinen Smart TV am Laufen halte.

00:12:38: Da habe ich heute Nacht um halb zwölf versucht mit der Telekom zu kommunizieren weil ich einen harmlosen Film auf drei Seiten nicht gucken konnte Weil ich da irgendeine Pin eingeben sollte eine Alterspin und dann hab' ich mich über die Website gequält und sollte da irgendwas ausfüllen mit meinem Kind.

00:12:59: Also unglaublich.

00:13:02: Ja, wir haben gerade eine Wärmepumpe einbauen lassen und die kann ich von meinem Smartphone überwachen und steuern.

00:13:08: Für mich ziemlich neu und auch ein bisschen geheimnisvoll.

00:13:12: Weil sollen Autos auch ohne uns Fahrer auskommen autonomen und über das Internet gesteuert?

00:13:18: Freust du dich darauf als passionierter Autofahrer?

00:13:22: Nee!

00:13:23: Also weißt ja, Ich bin bekennender.

00:13:24: Petrol hat mit leichtem Drang zu E-Autos weil es da noch mehr abgeht.

00:13:30: Aber zunächst mal geht es bei der Digitalisierung bei uns Älteren um sehr viel einfache Dinge, Innes Himmelsbach.

00:13:37: Wenn also die Enkel unterwegs sind auch einmal erwachsen und in die Welt aufbrechen ist häufig ein Zeitpunkt erreicht wo man sagen kann da kann man doch noch in Kommunikation bleiben.

00:13:49: diese Videotelefonie ist etwas was hervorragend genutzt wird.

00:13:54: Bilder überall mitnehmen zu können auf den Tablets und seinen Freunden zu zeigen, ist also auch nicht die schweren Alben durch die Gegend zu tragen.

00:14:03: Also das ist ein Top-Attraktor und es wird zunehmend... Was wir in der Studie festgestellt haben, ist dass ältere Menschen sehr gerne Spiele spielen.

00:14:14: Dass diese ganze Gamification Idee sehr gut funktioniert bei älteren Menschen und ein Topmotivator ist um digitale Geräte zu nutzen.

00:14:23: Ah, Datteln.

00:14:25: Machst du das auch?

00:14:26: Nee, also früher Morhun und Super Mario natürlich!

00:14:30: Aber das mache ich schon seit Jahrzehnten nicht mehr.

00:14:32: Conny dattelt ein bisschen mit dem Handy aber wir haben keine Konsole nix...

00:14:37: Ja, ich ...mit dem Handy ehrlich gesagt jeden Tag sehr unterschiedliche Dinge so als Pausenfüller gerne mal solitär dann fast immer Begriffel dass erraten eines Wortes Und das Quiz des Tages beim Spiegel und auf Duolingo täglich ein bisschen Italienisch lern.

00:14:54: Ich finde, da hat die Digitalisierung auch sehr positive Seiten und hält den Kopf wach!

00:14:59: Den Link zum Quiz des Tages vom Spiegel stellen wir in die Show-Nots.

00:15:03: Ein anderes Riesenthema ist Internetbanking – Professorin Himmelsbach

00:15:09: Was am Internetbanking interessanterweise ein Problem ist und ich glaube das ist für Kennzeichnen sich ältere Menschen eigentlich durch eine sehr interessante Kompetenz, die wir als solche aber nicht wahrnehmen.

00:15:21: Ist dass sie sehr kritisch mit ihren Persönlichkeitsrechten sind also Sie weniger gerne als vielleicht junge Menschen quasi ihre Seele dem Teufel verkaufen, indem sie immer alles auf akzeptieren klicken und sonst kann man ja bestimmte Apps auch gar nicht nutzen oder eigentlich fast alle nicht nutzen.

00:15:43: Dass da ältere Menschen sehr sensibel sind.

00:15:46: was gebe ich denn dafür?

00:15:46: Daten frei will ich das wirklich?

00:15:49: also will Ich wirklich meine Kontodaten Telefon behandeln, also dass sie da viel kritischer sind.

00:16:00: Und ich glaube aber das ist eine Kritik auf die wir besser hören sollten hier und da jetzt gerade in der aktuellen Welt Situation wo wir fragen welche Daten geben wir eigentlich wohin?

00:16:10: Warum könnten ältere Menschen sehr hilfreich für uns sein?

00:16:15: Wir kommen darauf nachher nochmal zurück bei dem Gespräch mit Michael Albrecht.

00:16:19: Jetzt weil er mal ne blöde Frage an dich machst du Internetbanking?

00:16:23: Also Kaum.

00:16:25: Ich nutze ein Tradingkonto, das habe ich aber eigentlich nur als Bankdepot mit Zinsen.

00:16:29: Ein Tradingkontor?

00:16:31: Ja!

00:16:32: Zocker

00:16:33: weil die Zahlen mehr zinsen und ich hab aber noch nie irgendeine Aktie oder einen Fond gekauft.

00:16:41: deswegen also Internetbanging kommt für mich nicht in Frage aber du als ehemaliger Banklehrling, du wirst es so nutzen.

00:16:48: Jiro Konto hast Du Und da machst du auch Überweisungen.

00:16:52: Ja,

00:16:53: aber das ist ja für mich jetzt alter also was ich unter Banking verstehe ist mehr so das Traden und so.

00:17:00: Also ich habe das eher jetzt wirklich auf Girokonto und ganz normalen Zahlungsverkehr gemeint.

00:17:06: Das mache ich auch.

00:17:07: Ansonsten kannst Du dir nachher nochmal Tipps geben fürs Trading.

00:17:11: Ich hab' für diese Folge gezählt.

00:17:13: bei fünf verschiedenen Banken habe die ich über das Internet bediene, bei einigen Banken auch mehrere Konten eigentlich viel zu viele.

00:17:22: Bei mir ist es auch die Begleiterscheinung der Digitalisierung.

00:17:25: für jeden Zweck richtigem Konto ein so richtig Sorgen um Datenschutz mache ich mir nicht.

00:17:30: Ich glaube wir sind längst gläsern ob über das internet oder ganz konventionell am Schalter eine negative Begleiterscheinung.

00:17:39: Die Zweitstellen der Banken schließen dann hat man da wieder nicht mehr die persönliche Kommunikation.

00:17:46: Aber so ganz einfach ist das mit dem Internet und vor allen Dingen den Apps ja auch nicht.

00:17:50: Professorin Himmelsbach über das Anlegen von Benutzerprofil.

00:17:55: Es gibt natürlich Apps, wo wir Benutzernprofile anlegen müssen... ...und dann wird es kompliziert.

00:18:00: Wo habe ich welches Passwort?

00:18:02: Warum das ändert sich?

00:18:05: Habt ihr da eine E-Mail hinterlegt oder einen Benutzername?

00:18:08: Also dann wird's irgendwie kompliziert!

00:18:10: Also das weiß ich zum Beispiel aus Kursen, wo für diesen Erstzugang zu solchen digitalen Geräten versucht wird auf Apps auszuweichen und eben kein eigenes Nutzerprofil machen muss.

00:18:23: Wir beschäftigen uns erst mal mit irgendeinem Internet-Prowser, wo wir alles Mögliche anschauen können.

00:18:30: Ja unser Titel PIN Passwort Panik ja Himmel!

00:18:34: Das ist manchmal schwierig und undurchschaubar.

00:18:39: Ich habe eine Liste mit mehr als sechzig Pins und trotzdem bekomme ich nicht selten alles durcheinander.

00:18:44: Kennst du das?

00:18:46: Nein, also ich hab nur ein paar und die sind so kompliziert dass sie hoffentlich halten.

00:18:53: Hast Du die im Kopf oder hast Du die umgeschweichert?

00:18:56: Nee, ich hab

00:18:56: die natürlich an einem geheimen Ort gespeichert der nur mir zugänglich ist.

00:19:02: Dann

00:19:02: könntest Du sich jetzt ja eigentlich sagen!

00:19:06: Der natürliche Feind jedes Internet und Handynutzern ist ja das Update.

00:19:10: Halt!

00:19:11: Dazu hat Ines Simmelsbach auch etwas gesagt.

00:19:14: Was natürlich auch ein Riesenproblem an den digitalen Gereden ist, haben Sie vielleicht auch schon von Bekannten oder von Eltern gehört?

00:19:22: Dass dann heißer es verschwindet alles oder dass geht auf einmal nicht mehr.

00:19:26: Ja, das also natürlich permanent Updates und irgendetwas passieren.

00:19:30: Die selbst wenn man es gerade mal geschafft hat alles zu bedienen auf einmal wieder alles ganz anders funktioniert.

00:19:36: die kleine Lupe wo sie irgendwas suchen können war immer oben rechts.

00:19:39: auf einmal ist hier unten links.

00:19:41: Das ist schwierig.

00:19:43: Aber Ines Simmelsbach hat auch noch ein weiteres Beispiel aus dem Alltag was Unverständnis hervorrufen kann.

00:19:49: dass ewige Fotografierend von Essen finde ich auch verrückt.

00:19:52: aber du machst das warum?

00:19:54: Ja, ich mache das weil erstens weiß er.

00:19:57: Ich bin ein Genussesser und esse viel und gerne.

00:20:03: wenn ich ein tolles Essen habe dann dokumentiere ich es um andere an meiner Freude teilhaben zu lassen ganz einfach Und um mich später genau an dieses essen zu erinnern.

00:20:14: Aber lasst einmal hören was Brau-Professorin Himmelsbach dazu sagt.

00:20:18: Und es gibt so einen Motivationsfaktor, dass man sagt an welchen Sinn hat das Ganze.

00:20:23: Also wenn sie mit älteren oder hochaltrigen Menschen reden würden ihnen viele sagen warum soll ich eigentlich mein Essen fotografieren?

00:20:29: Habe ich nicht ganz verstanden.

00:20:31: was ist daran interessant?

00:20:33: ja also dieses Thema zu den sozialen Medien zu kommen... Ich habe eine These warum das so sein.

00:20:42: Aber sagen wir mal, wenn die rechte Motivation fehlt.

00:20:45: Das ist ein Problem, um bei diesem Argument zu

00:20:48: bleiben.".

00:20:49: Natürlich wollte ich Ihre These kennenlernen!

00:20:51: Hör mal zu – Die Soziooemotionale-Selektivitätstheorie von Frau Prof.

00:20:58: Himmelsbach.

00:20:59: Kennst du ja bestimmt?

00:21:00: Ja

00:21:00: klar, es ist ja Alltagsgewissen.

00:21:05: Ich will natürlich der Professorin nicht vorgreifen...

00:21:09: Also, ja das dauert aber einen Moment.

00:21:11: Weil diese These die ich da habe hat zu tun mit einer gerontologischen Theorie, die wir haben.

00:21:18: Die hatten irrsinnig komplizierten Namen ist aber ganz einfach.

00:21:21: Die nennt sich Sozioemozionale Selektivitätstheorie und die kommt eigentlich aus dem Bereich der sozialen Beziehungen und das bedeutet Wir wollen je älter wir werden Qualitätsvolle Beziehung haben Und es interessiert uns nicht mehr so die Masse an Beziehungen und dass das möglichst viele sind.

00:21:42: Und alles, was wir erleben rund um uns herum interessant ist.

00:21:45: Die Forscherin, die das sehr gut beforst hat in Baltimore is Laura Carstensen.

00:21:52: So kann man sagen also diese digitalen Medien kommen oder die sozialen Medien, so muss man besser sagen, die soziale Medien kommen für ältere Personen in einem Moment, wo sich diese beiden Motive schon abgewechselt haben.

00:22:06: Also wo wir hin zu dem Qualitäts- und emotionalen Motiv gewechselt sind und nicht mehr so sehr in diesem Informationsmotiv

00:22:14: sind.".

00:22:15: Also mehr Qualität als Quantität bei den Kontakten steht bei mir auf jeden Fall – und bei dir?

00:22:22: Ja, bei mir ist das ganz komisch!

00:22:23: Ich werde immer an Kontakt erinnert durch Geburtstagserinnerungen Und bei vielen frage ich mich dann, wer war das eigentlich noch mal?

00:22:35: Oder Conny fragt auch wenn sie das manchmal sieht auf dem Handy und da sind manchmal welche dabei.

00:22:42: Ich habe jetzt tatsächlich angefangen eine Liste zu führen von Kontakten die ich gerne mal wieder anrufen will weil ich die sehr gute Erinnerung hab aber lange wirklich nicht kontaktet habe.

00:22:56: also genau wie bei dir Qualität vor Quantität.

00:23:01: Aber lustigerweise wird diese Quantität nur aufhören, wenn nicht die Geburtstagsveränderungen von denen löschen mit denen ich gar nichts mehr zu tun

00:23:08: habe.".

00:23:09: Also einigen ganz positiver Effekt im Ganzen!

00:23:12: Wir Älteren fühlen uns ja manchmal fast überfahren von der digitalen Entwicklung.

00:23:17: Ines Himmelsbach spricht ganz klar davon das es keinen digitalen Zwang geben sollte.

00:23:27: Ich denke, da muss man einen Unterschied machen.

00:23:32: Und ich habe das Gefühl, dass vergessen wir manchmal ein bisschen weil wir so langsam sind in Deutschland und hinterher sind mit dem digitalen auch vielerlei Ebenen wo andere schon total digitalisiert sind in den nordischen Ländern.

00:23:48: Aber ich glaube, wir brauchen noch ein ganzes Stück lang hier auch parallele Strukturen.

00:23:54: Also das ist auch digitale Teilhabe und es braucht meines Erachtens ja eine Verpflichtung darauf dann auch Unterstützung zu erhalten.

00:24:05: also ich finde dass macht mich fast fassungslos wie jetzt über die Digitalität auch Telefon Hotlines abgeschafft werden.

00:24:13: also versuchen sie mal nur auch die Lufthansaude irgendwie heute Telefonisch zu erreichen.

00:24:20: Also dass es auch gar keine Hilfestrukturen von bestimmten Unternehmen gibt, also ich glaube das muss auch weiterhin ermöglicht werden.

00:24:31: Mein Reden!

00:24:31: Es sollten Möglichkeiten des persönlichen Gesprächs aufrecht erhalten bleiben.

00:24:36: Ich weiß, das ist unter wirtschaftlichen Zwingen einfacher gesagt als getan aber mir gruselt es vor einer Zukunft in der ich mich hauptsächlich mit Computern unterhalte.

00:24:47: Dafür habe ich die Menschen viel zu gern.

00:24:49: Siehst du das anders?

00:24:51: Ja, nur in Teilen.

00:24:52: Also den digitalen Zwang empfinde ich auch.

00:24:57: Das Beispiel mit der Krankenkasse meiner Mutter, die nur noch über eine App mit ihr reden will, hatte ich ja schon gesagt.

00:25:04: Aber es kommt auf einen Anlass an!

00:25:06: Ich kann mich auch sehr gut mit einem Chatbot unterhalten... ...

00:25:09: weil sie ein einfacher Geselle

00:25:11: haben.

00:25:12: Warum wohl?

00:25:13: Weil er mich immer so lobt für meine tollen Ideen.

00:25:17: Nein, aber so diese Zukunft mit humanoiden Robotern.

00:25:22: Also du wirst sich im Pflegeheim auch dran gewöhnen müssen, dass dir das Essen nicht von einer Pflegefachkraft sondern vom humanoiden Roboter serviert wird.

00:25:32: Also ohne Frage hat die Digitalisierung auch bei körperlichen Beeinträchtigungen ihre Vorzüge Ines Himmelsbach.

00:25:39: Ja.

00:25:40: also ist es ganz interessant wenn wir... Die haben eine Einschränkungen?

00:25:45: Hören sehen, bewegen und ich würde noch Kognitionen einfach hinzufügen.

00:25:50: Interessanterweise ist Sehen nicht das gravierendste Problem.

00:25:54: sozusagen für die sehbehinderten Welten.

00:25:56: Nenn ich sie mal war das iPhone sogar der Durchbruch um viel mehr Zugang zu allem zu haben weil es sehr gute Tonausgaben von Anfang an hatte.

00:26:06: natürlich wenn ich im Alter erst sehe beeinträchtigt werde mein digitales Endgerät, muss ich eben lernen wie diese Vergrößerungsfunktion oder Vorleseoptionen gehen.

00:26:15: Dann kann mir das sogar viel helfen bei der Beeinträchtigung.

00:26:18: Was beim Bewegen schwierig ist sind die Nerven in den Fingern also dass wir da häufig Probleme haben, dass das einfach... Also es beobachte ich bei meiner Mutter auch dies nur Mitte-Siebzig wird ihr auf dem Tablet wie so einen Doppelklick zu tippen Das zu halten, das kann manchmal aufgrund der Neuropathie in den Fingern.

00:26:40: Kann das ein Problem sein?

00:26:43: Du hast eben schon über unsere Zukunft im Pflegeheim gesprochen.

00:26:47: Dort hat das Internet längst Einzug gehalten.

00:26:51: noch einmal die Professoren.

00:26:53: Wir haben festgestellt dass insbesondere im betreuten Wohnen und dem Pflegeheim die Grundausstattung häufig noch so schlecht ist also dass wir gar keine WLAN Zugänge haben.

00:27:03: Da hat sich massiv was verbessert und die Pflegeheime sind jetzt auch Mords hinterher zu sagen, gut wir erwarten auch neues Klientel.

00:27:11: Wir erwarten neue Korraten an älteren.

00:27:13: Wir können das ohne WLAN in den Zimmern gar nicht mehr anbieten.

00:27:18: aber da muss ich noch einiges tun.

00:27:22: Und natürlich in der Zielgruppe, die wir untersucht haben ist es nicht immer so einfach ganz alleine das zu schaffen mit dem Zugang.

00:27:32: Also was wir dort viel beobachtet haben war auch, dass zum Beispiel Leute sagen... Ach ich mach das mit meiner Enkelin.

00:27:39: Ich weiß, Kleider bestellt man jetzt im Internet.

00:27:41: Das mache ich mit meiner enkelin die kauft es dann für mich.

00:27:45: Also meine Enkeltöchter kann ich noch nicht fragen mir den Router einzurichten.

00:27:49: aber unsere Kinder frage ich bei allen möglichen Schwierigkeiten wie ist das mit deinem Sohn?

00:27:54: Ja also kennst du diesen Blick In Zusammenhang mit deutlichen Körpersignalen von leichter bis mittelschwerer Genervtheit deiner Kinder, wenn sie dir zum hundertsten Mal in ihrer Erinnerung – was gar nicht stimmt – erklären dass du Updates vergessen hast und wie du die machen musst.

00:28:16: Das Augenrollen ist da noch das schwächste Signal.

00:28:19: Ja, kenne ich sehr gut!

00:28:20: Bleiben wir bei unserer Zukunft.

00:28:22: dem Pflegeheim und KI in Ines Himmelsbach über den Einsatz von Robotern?

00:28:31: Davon liest das Jugendliche Rat suchen bei der KI, dass dieses spielerische dann im Alter durch die KI zu Challenge und zu gucken was sie denn eigentlich weiß.

00:28:42: Was die eigentlich kann Dass das durchaus auch hilfreich ist.

00:28:46: Und eben wieder im Bereich vulnerabler Altersgruppen Weiß nicht ob Sie das schon gesehen haben gibt es auch tolle Berichte.

00:28:55: Im Netz gibt's ja jetzt so ein Roboter Der also versucht wird als sozialer Roboter im Pflegeheimen einzusetzen und wo man merkt, dass der zumindest sehr gut in der Arbeit mit Demenzkranken funktioniert.

00:29:11: Und er nutzt eben KI in der Kommunikation weil man ihm halt tausendmal die gleiche Frage stellen kann und er immer nett und freundlich bleibt.

00:29:21: Also ist es sehr geduldig!

00:29:24: Mir fallen dazu gleich mehrere Sachen ein.

00:29:26: ich habe auch gelesen, weil ich mich auch mit KI beschäftige.

00:29:30: Dass KI übrigens nicht nur bei älteren Zielgruppen sondern auch bei jungen zunehmend die Rolle von Freundschaften übernimmt das tatsächlich eine soziale Funktion da reinkommt.

00:29:43: Ich habe eben so scherzhaft gesagt ich mag KI weil sie mich lobt für meine guten Ideen.

00:29:48: aber dieser persönliche scheinbar persönlichen Kontakt den du auch noch steuern kannst indem du Fragen stellst wo du schon weißt Der wird mich jetzt loben, also dieser Aspekt den du vielleicht im echten Leben vermisst.

00:30:04: Der wird immer stärker werden und das ist auch das was sie sagt bei den Robotern der dir zuhört, der dich scheinbar versteht.

00:30:11: Das kann ich mir gut vorstellen dass es im Alter immer mehr wird auch Thema Einsamkeit.

00:30:17: Trotzdem wünsche ich mir natürlich auf jeden Fall Roboter die man auch wenn sie geduldig sind damit sie mir eben nicht auf die Nerven gehen ausschalten kann.

00:30:29: Für mich auch, die digitale Teilhabe darf auf keinen Fall übergriffig werden.

00:30:34: jetzt aber Frau Professorin Himmelsbach über verschiedene Initiativen zu unserem Thema.

00:30:41: Es ist ja schon mit dem Bahn-Ticket nicht so einfach.

00:30:44: Muss man auch erst mal schaffen, das auszudruckt wenn man es digital gemacht hat und so weiter.

00:30:48: also in der Tat besteht dazu ein Druck und ich habe das Gefühl dieser Druck ist auch sehr schlecht adressiert.

00:30:54: Also es gibt immer wieder Verbraucherstellen die das beklagen und das beschweren.

00:30:59: Ich meine wir haben ja sogar eine Gesetzeslage die eigentlich sagt dass wir das niedrigschwellig machen müssen, dass wir digitale Zugänge für alle schaffen müssen.

00:31:07: Also wir haben ein Recht auf digitale Teilhabe und da müssen wir, glaube ich stärker dran arbeiten.

00:31:13: Es wird aber auch darüber daran gearbeitet.

00:31:16: Ja es gibt einen großen Digitalpakt der Bundesregierung wo auch viel für ältere Zielgruppen gemacht wird und wo viele Angebote von Stadten gehen.

00:31:25: Aber das muss... noch weiter befördert werden.

00:31:29: Aber die Organisation Baxo, die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation und so.

00:31:34: Also es sind viele Leute aktiv das wirklich zu befördern.

00:31:39: aber wie das immer so ist, das dauert natürlich als eine Weile.

00:31:43: Ja wusste ich gar nicht dass die Baxos sich mit so was auch beschäftigt.

00:31:46: wir hatten die glaube ich auch beim Ehrenamt mit drin, aber das solltest du nochmal in die Schuhe nutzstellen?

00:31:54: Das ist die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation www.wakso.de.

00:32:02: Innes Himmelsbach sagt noch mehr dazu und wo man sich sonst noch hinwenden kann.

00:32:08: Also wenn sie sich wohin wenden will, das wollen wir ja auch nicht alle Dann sollte sich schauen bei der BACSO, bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen.

00:32:18: Da gibt es dann auch vielfältige regionale Links.

00:32:21: wo was passiert?

00:32:23: Es gibt kommunal meistens in Seniorenbüros oder ähnlichen Strukturen gibt es so eine Art Internetcafe.

00:32:32: hier in Frankfurt heißt das Kaffeeanschluss ja also wo man sich austauschen kann.

00:32:39: es gibt häufig Angebote wo Jüngere und Ältere zusammengeschaltet werden, wenn man vielleicht nicht die eigenen Kinder hat.

00:32:48: Die da sind, die man befragen kann, wo es so intergenerationale Austauschangebote gibt.

00:32:52: also kommunal schauen bei erst mal bei kommunalen Seniorenbüros aber dann bei allen Wohlfahrtsträgern, die Man in der Kommune oder im Ort hat.

00:33:02: Da gibt es häufig sehr viel muss man sich aber halt erstmal hintrauen.

00:33:07: Ja wir müssen uns also hintrauen immer weiter auch zu lernen Frau Professorin Himmelsbach.

00:33:15: Wenn es allgemein darum geht, wenn Sie mich fragen wie lernt man das eigentlich?

00:33:21: Dann gibt's da eine sehr gute Nachricht weil wir lernen ist nämlich genau so wie wir viele andere Dinge im Leben gelernt haben.

00:33:28: Es ist ein technologischer Quantensprung.

00:33:31: diese Digitalisierung aber wie wir uns die Digitalität aneignen ist meines Erachtens nur ein Beispiel wie wir andere Dinge lernen.

00:33:39: also da ist es kein Quantenspum Und ich glaube, das kann einen ganz hoffnungsfroh oder stimmen es mal zumindest auszuprobieren.

00:33:47: Wir haben schon gehört über das Lernen.

00:33:50: Lernen wir noch von dir in einer der nächsten Folgen!

00:33:53: Wir wollen jetzt bei Michael Albrecht zuhören, der im Randgebiet von Berlin wohnt, bald siebzig Jahre alt wird und so gar nicht klapprig wirkt.

00:34:03: Er spielt ins zwei Fußballmannschaften mit und ist Honorarkraft bei verschiedenen Organisationen wie zum Beispiel der Volkshochschule, wo er älteren den Umgang mit digitalen Geräten beibringt.

00:34:15: Von Hause aus ist er Sozialpädagoge und hat zuletzt im Bezirksamt Reinigendorf in Berlin gearbeitet.

00:34:21: – Michael Albrecht über seine ältering Schüler und Schülerin.

00:34:26: Älterin, in meinem Sinne heißt zwischen Sechzig-und Fünfundachtigneunzig hatte ich auch schon dabei.

00:34:36: Die sechzigjährigen sind meistens schon relativ gut dabei.

00:34:40: Die ab Mitte siebzig fängt es meistens an, dass sie große Schwierigkeiten haben und da muss man extrem langsam und genau erklären und muss sich auch üben lassen.

00:34:52: Sie müssen selber die Funktionen machen.

00:34:56: Man darf nicht selber an das Gerät rangehen und zack-zack-Zack sondern das müssen wir selber machen.

00:35:02: ZACK-ZACK!

00:35:03: Wie läuft's bei dir?

00:35:04: Beim Umgang mit Digitalgeräten?

00:35:06: Na

00:35:06: ja, es kommt natürlich aufs Gerät an.

00:35:08: Ich fluche zwar oft unheftig wenn's nicht gleich klappt, freue mich aber umso mehr und teile das dann auch mit meiner Familie, wenn ich etwas zum Laufen bringe.

00:35:17: Meine Frau und mein Sohn sind eher Team Trial and Error und ich bin eher Team Bedienungsanleitung.

00:35:25: Michael Albrecht hat viel Verständnis für uns Ältere und so manchen Tipp parat!

00:35:32: Mit Älteren zu arbeiten heißt, dass man sehr viel Geduld haben muss.

00:35:37: Das ist das A und O Denn die meisten Senioren haben Kinder oder Enkelkinder.

00:35:43: Und wenn die Oma-Opa Fragen haben Ist es so, dass die Kinder meistens dann einmal rüberwischen.

00:35:51: So habe ich sie doch gezeigt Jetzt musst du's können!

00:35:54: Und das klappt natürlich nicht so.

00:35:55: Man muss einfach bei Ältern viel viel intensiver und langsamer erklären wo sie was finden, ihnen auch die Angst nehmen vor dem Gerät.

00:36:05: Weil Sie können nichts verkehrt machen aus meiner Sicht und es gibt auch... Sie sagen immer ich bin dumm, ich weiß das nicht und so.

00:36:14: aber dumm sind sie nicht sondern ist einfach nur so dass jeder ein anderes Wissensgebiet hat.

00:36:20: Die meisten Probleme sind darin dass sich nicht trauen und dass sie nicht versuchen an dem Geräte regelmäßig dran zu bleiben dann auch auszuprobieren.

00:36:33: Und wenn sie im Kurs waren, habe ich oft genug erlebt dass Sie dann zwar was gelernt haben in der Zeit aber wenn Sie es nachher nicht nutzen bringt das überhaupt nichts weil je älter man wird, desto eher vergisst man noch etwas.

00:36:46: Ja das ist wirklich so bei einem Mutter die wird jetzt eine neunzig Die hatte ja ein Handy Das haben wir extra gekauft weil das so eine Notruffunktion hat und du kannst Sie hat das irgendwann nicht mehr gepackt.

00:37:03: und als wir gemerkt haben, dass sie immer sehr mitnimmt.

00:37:06: Weil sie genau das was er sagt nämlich für sich dann auch festgestellt hat, haben wir uns entschlossen, dass wir das Handy weglassen und nur noch übers Festnetz kommunizieren weil wir einfach verhindern wollten, So eine Technik Depression kommen,

00:37:26: aber genau dagegen geht Michael Albrecht an.

00:37:29: Er arbeitet mit älteren viel mit dem Handy oder Smartphone das aus seiner Sicht viele Vorteile hat

00:37:37: Weil Sie das überall mitnehmen können und Sie haben eben auch erfahren, dass sie dadurch auch jederzeit erreichbar sind.

00:37:44: Erreichbar?

00:37:45: Das heißt auch, dass Sie notfalls einen Notruf absetzen können.

00:37:49: Viele Ältere sind noch sehr agil in dem zum Beispiel viel Wandern, Ausschlüge machen usw.

00:37:55: Und wenn Sie das machen ist eben eine Sicherheit, wenn Sie Sende dabei haben, dass die dann gegebenenfalls per Notrufe erreichbaß sind oder jemand anrufen können.

00:38:07: Ja, das war genau der Sinn der Sache mit dem Handy.

00:38:10: und dann ist folgendes passiert.

00:38:13: Sie hat eine Busreise gemacht, hat das Handy in ihrer Handtasche gehabt, hat die Handtage auf den Schoß gehabt irgendwie mal gedrückt.

00:38:22: Und dann ging der Notruf raus, die Feuerwehr stand schon bei ihr vor der Tür und wollte die Tür eintreten bis wir dann irgendwann das sie erreicht haben über einen anderen Kontakt.

00:38:32: und gemerkt haben Sie es auf einer Busreise und alles ist in Ordnung.

00:38:36: jetzt hat sich ein Armband mit so einer Notrufunktion was auch sofort reagiert wenn sie stürzt oder so.

00:38:42: Aber bleiben wir bei den Frauen und hören was Michael Albrecht über sie grundsätzlich zu sagen hat?

00:38:48: Die Frauen sind neugieriger Die Frauen versuchen es zumindest, die Männer meinen sie können es und wollen sich nicht beraten lassen.

00:38:57: Das ist oft der Fall.

00:38:58: Es sind die Mehrheit in meinen Kursen sind Frauen, ich sag mal mindestens siebzig bis achtzig Prozent.

00:39:06: Hättest du das gedacht?

00:39:07: Siebzig- bis achtzig Prozent in seinen Kurzen.

00:39:10: Frauen, die den Umgang mit digitalen Geräten lernen wollen?

00:39:13: Ja finde ich gut!

00:39:16: Die leben ja auch meist länger als wir und müssen dann alleine klarkommen.

00:39:19: Und das meine ich wirklich ernst, sich darauf zu verlassen dass der Partner da schon irgendwie macht.

00:39:25: Das funktioniert dann nicht mehr.

00:39:28: anderes Thema Wir haben eben schon mal kurz über Schutz von Daten gesprochen.

00:39:32: Michael Albrecht ist ein wirklich aktiver Mann.

00:39:34: er arbeitet auch als Datenschutzbeauftragter und hat als solcher im Zusammenhang mit künstlicher Intelligenz einen Ratschlag.

00:39:43: Ich kenne einige Programme von KI, da kann ich auch ein Programm empfehlen.

00:39:49: Das heißt Le Chat schreibt sich mit L-E C-H-A-T.

00:39:53: das ist französisch weil es eine franzöische Firma ist die das installiert hat und programmiert hat.

00:40:01: Das ist von Mistral und der Vorteil bei Le Chat ist folgendes dass dieses Programme in Europa und damit den europäischen Datenschutzgesetzen unterliegt.

00:40:14: Und von daher kann man davon ausgehen, dass die Daten, die man da eingibt bei einem selber bleiben und nicht missbraucht werden wie bei den ganzen amerikanischen Firmen.

00:40:26: Ich habe Leschar gleich installiert läuft prima Adresse kommt in die Show Notes.

00:40:32: hattest du von denen schon gehört?

00:40:34: Nee aber klingt gut würde ich auch sofort mir mal angucken.

00:40:38: Okay, aber wohin kann ich mich als ältere oder älterer wenden wenn ich Hilfe brauche?

00:40:43: Michael Albrecht.

00:40:45: Ja es gibt fast in jedem Ort irgendwie einen Kreis von Senioren oder digitale Cafés oder Reparatur-Cafés wo man dann nachfragen kann wer einem helfen kann.

00:40:58: Ansonsten kann ich auch nur empfehlen zum Beispiel diese App Nebenan.de, die ist sehr gut.

00:41:04: da kann man solche Fragen stellen weil es wirklich im unmittelbaren Wohnumfeld ist und da kann Man diese Fragen stellen und meistens kriegt man auch Antworten.

00:41:14: Über nebenan.DE habe ich übrigens Michael Albrecht auch kennengelernt.

00:41:18: er hat mir seinen alten Bürostuhl verkauft Und wir sind ins Gespräch gekommen.

00:41:22: Adresse von nebemann.de Ist in den Shownotes.

00:41:26: Aber so fit Michael Albright auch ist erkennt auch Grenzen beim Internet und bei der Digitalisierung für sich.

00:41:35: Also ich kriege wöchentlich ein KI-Rundbrief, Newsletter und diesen KI Newsletter lese ich.

00:41:45: aber da sind auch Begriffe drin.

00:41:48: Ich würde sagen, es sind bestimmt dreißig Prozent der Begriffe die ich nicht verstehe, wo ich nicht mit umgehen kann.

00:41:54: Das ist schon so!

00:41:55: Es ist ganz schwierig weil da so viele neue begriffen sind.

00:41:59: Der KI-Nussleiter ist zum Beispiel wirklich für Fachleute und ich bin ja kein Fachmann in dem Sinne sonst hat mir alles selber beigebracht.

00:42:08: Also auch für Michael Albrecht ist alles nicht ganz so einfach.

00:42:11: Ich werde weiterhin über so manche digitale Errungenschaft schwitzen.

00:42:16: und überlasse dir, Michael das Fazit der heutigen Folge.

00:42:20: Ja auf keinen Fall aufgeben, dranbleiben solange es geht auch mal Niederlagen einstecken, auch mal Grenzen sehen und versuchen zu überwinden mit Hilfe annehmen.

00:42:33: Aufgeben gibt's nicht sonst werden wir bei der digitalen Entwicklung ganz schnell abgehängt und nerven unsere Kinder noch mehr als bisher.

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