Wohnen ohne Stolpern

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00:00:03: Das geht heute um das selbstständige Wohnen im Alter.

00:00:13: Da geht es auch um die Vermeidung von Stolperfallen.

00:00:33: Hallo Michael.

00:00:34: Heute schon gestolpert?

00:00:35: Ja, mehr dran über unser Thema als du vorgeheitet hast!

00:00:39: Wohn ohne Stolpern.

00:00:41: Aber zunächst wollen wir uns kurz vorstellen.

00:00:43: wie immer Du bist der ältere.

00:00:45: fang bitte an.

00:00:46: Ja, aber nur ein paar Monate.

00:00:48: Wenn ich das mal für uns beide beantworten darf... Wir sind beide im Jahr neunzehnhundertneinundfünfzig geboren.

00:00:54: Ich in Thüringen und du irgendwo im Westen wo?

00:00:56: Das kannst Du dann noch genauer erzählen!

00:00:59: Seit Anfang zweitausendfünfundzwanzig bin ich Rentner und lebe mit meiner Frau am schönen Mückelsee in Berlin.

00:01:06: Mein ganzes Berufsleben habe ich beim Fernsehen gearbeitet

00:01:09: Und tust es jetzt wieder.

00:01:11: Du bist rückfällig geworden?

00:01:12: Ja, ich bin noch mal einen Vertrag eingegangen als freier Autor für ein Two-Crime-Format im Fernsehen.

00:01:19: Ich brauche noch ein bisschen Geld für unsere Fernreisen!

00:01:22: Das verstehe ich.

00:01:22: Deswegen machen wir mit dieser Folge auch erstmal eine kleine Pause.

00:01:27: Gerne nehmen wir Anregungen für Verbesserung an und welche Themen wir in Zukunft noch behandeln sollten.

00:01:33: Ideen haben wir beide ja genug, Lernen im Alter.

00:01:36: Das hast du schon weitgehend vorbereitet?

00:01:39: Ja, das kommt noch.

00:01:40: Stimmt das mit Grumpy Old Man und gibt es auch Grumpy old woman?

00:01:46: Und wie sollen wir uns denn

00:01:47: hier... Moment mal!

00:01:48: Du musst dich erst noch kurz vorstellen wenn

00:01:50: ich dich erinnern

00:01:51: darf.

00:01:53: Seit Anfang zwanzig, vierundzwanzig Rentner auch mein ganzes Berufsleben im Mediengeschäft gearbeitet.

00:02:00: In Schleswig-Holstein geboren, wohne jetzt mit meiner Frau genau in der anderen Ecke von Berlin im Nordwesten.

00:02:08: und wenn wir euch besuchen wie heute, wir sitzen in deinem Wohnzimmer müssen wir mehr als sechszig Kilometer fahren.

00:02:15: aber ich besuche dich immer gern.

00:02:17: Komisch umgekehrt sind es auch sechszehn Kilometer.

00:02:20: Unter anderem weil ihr eine so tolle Wohnung habt die ja auch schon ziemlich altersgerecht ist, worüber wir heute reden wollen.

00:02:27: Ja genau!

00:02:28: Also unsere ist alters gerecht.

00:02:29: das haben wir auch ganz bewusst so ausgesucht und ich kann einmal verraten ihr wohnt auch ganz schön aber irgendwann braucht ihr ein Lift wahrscheinlich?

00:02:39: Wir wohnen in einem Rheinhaus mit vier Etagen wenn man den Keller und das Dachgeschoss dazu nimmt.

00:02:45: Das sind natürlich viele Treppen.

00:02:47: Uns geht's wie vielen anderen auch nachdenken über das Wohnen im Alter.

00:02:52: Hast du eine Ahnung, wie viele Ü- in Deutschland leben?

00:02:57: Äh äh ähh

00:02:59: äh... Also, dreiundachzig Millionen sind zum Ganzen?

00:03:02: Ein

00:03:02: Drittel!

00:03:03: Ja gar nicht so schlecht.

00:03:05: Nach dem Sevo-Report der Link kommt in die Shownotes etwa neunzehn Millionen.

00:03:11: Das sind zweiundzwanzig Prozent von den dreieinachtzig Millionen in Deutschland und Diese Prozentzahl ist wachsen.

00:03:17: Zwanzigfünfzig werden es ungefähr achtundzwanzig Prozent sein.

00:03:22: Wir nähern uns dann immer mehr dem Drittel denn?

00:03:24: Ja, das stimmt!

00:03:25: Schon heute gibt es einen Bedarf von fünfhundertfünftigtausend altersgerechten Wohneinheiten für die alte Generation.

00:03:34: Darüber sprechen wir aber später.

00:03:36: Genug der Zahlen ich habe mit Anna Sching gesprochen, die Senior Living Experten auf ihrer Visitenkarte stehen hat Und später kommen noch Anke Wendrad zu Wort, die gerade mit ihrem Mann in eine altersgerechte Wohnung zieht und Kai Flathau, der bereits in einer Wohnung lebt, in der er später Pflegedienstleistung dazu buchen kann.

00:03:59: Bist du gespannt?

00:04:00: Ja, hört sich nach einem guten Plan

00:04:01: an!

00:04:02: Also los!

00:04:04: Anna Sching ist dreiundvierzig Jahre alt Marketing-Expertin und hat sich auf Senior Living spezialisiert.

00:04:10: den Link zu ihrer Website auch in den Shownotes.

00:04:14: Über welche Lebenszeit sprechen wir denn da?

00:04:17: Anna Sching.

00:04:18: Und mein Credo ist eigentlich immer das Thema Wohnangebote für die Zeit zwischen empty Nester, also spricht der Zeit wenn die Kinder aus dem Haus sind und Pflegebedarf.

00:04:28: Es sind eben zehn bis dreißig Jahre in den Leben der Menschen über die wir sprechen und dafür die adäquaten Wohnformen zu schaffen und zu finden.

00:04:40: Seit wann seid ihr eigentlich empty Nesta?

00:04:43: seit zwanzig Jahren mit einer kurzen Rückkehr des jungen Vogels zu führen, jetzt kurze Zeit und danach aber seitdem durchgängig.

00:04:52: Ja bei uns sind es ungefähr zehn Jahre und wir können beide sagen hoffentlich bleibt uns noch ein bisschen Zeit.

00:04:59: auch dazu hat Anna Schingen was gesagt.

00:05:01: Die Baby-Buhmergeneration wird immer älter und bleibt immer länger gesund.

00:05:05: Dadurch können individuelle Lebenspräferenzen, die wir alle im Laufe unserer Zeit uns angeeignet haben bis ins Alter fortgeschrieben werden.

00:05:14: Das war früher gar nicht so möglich weil auch wir gar nicht alt geworden sind vielleicht auch direkt schon nachdem man in die Rente gekommen ist die ersten Pflegebedarfe eingesetzt haben.

00:05:23: Und natürlich auch das Thema körperliche Einschränkungen Auch ja die Autonomie und den individuellen Lifestyle beeinflussen und einschränken.

00:05:31: Und das haben wir jetzt halt nicht mehr.

00:05:33: Fühlst du dich noch fit?

00:05:34: Also ich bin auch fit, geht gerade so obwohl ich gerade meine Zehntausend Schritte ein bisschen vernachlässigt durch meine Arbeit.

00:05:42: aber mich interessiert natürlich was die Anasching über die Anforderung an eine Wohnung gesagt hat.

00:05:49: Genau hier ist sie mit ihren Erkenntnissen.

00:05:52: Ich glaube man sollte darauf achten dass auf jeden Fall alles schwellenlos ist.

00:05:57: Da geht es nicht nur darum zu sagen, vielleicht habe ich irgendwann mal ein Rollator und deswegen will ich das alle schwellenlos ist.

00:06:04: Da geht's auch um die Vermeidung von Stolperfallen.

00:06:07: Das ist ein sehr hoher Prozentsatz der Menschen, die mit über siebzig ins Krankenhaus kommen, dass dort die Ursache auf den Sturz in der eigenen Wohnung zurückzuführen ist Und das wiederum, dann meistens auch der Sturz in einer eigenen Wohnung danach ins Krankenhaus kommen.

00:06:22: Dann auch häufig so eine Verkettung ist, dass die Beweglichkeit ein bisschen nachlässt und andere Themen auf der körperlichen Seite resultieren.

00:06:33: Dementsprechend ist die Vermeidung von Stolperfallen auf jeden Fall ein Thema, worauf ich immer achten

00:06:38: würde.".

00:06:38: Da haben wir sie – die Stolparfallen!

00:06:41: Bei uns sind es vor allen Dingen die Stufen zum Hauseingang und die Treppen im Haus.

00:06:45: bei euch alles glatt?

00:06:47: Allglatt könnte man sagen und das könnte dann höchstens mal zum Problem werden, wenn man ausrutscht auf unseren Spiegelblattenpaket.

00:06:56: Aber es ist natürlich noch mehr zu beachten!

00:06:59: Anna Sching.

00:07:00: Gleichzeitig würde ich auf jeden Fall darauf achten dass es eine Nähe gibt im besten Fallen en suite bath aber ansonsten halt ne kurze räumliche Distance zwischen Schlafzimmer und Badezimmer.

00:07:11: auch das hat was zu tun mit dem Thema Sturz nachts nochmal aufstehen ins Badezimmer gehen.

00:07:16: Wenn man dort ellenlange Wege hat und man sich irgendwie an fünf offenen Tür blättern vorbei bewegen muss, dann sind das alles... potenzielle Gefahren.

00:07:27: Ich würde mir immer so ein Nachtlicht, wenn es gut gemacht ist und nicht blendet darauf achten dass das nach unten gerichtet ist und ich nach oben auf jeden Fall immer so einen Orientierungslicht vom Bett ins Badezimmer einsetzen lassen.

00:07:39: Das kann man auch easy nachrüsten.

00:07:41: Kann man einfach in seiner bestehenden Wohnung in die Fußleiste reinfräsen mit einem LED Lichtband und dann im Sensor.

00:07:48: Und das Thema Zugänglichkeit oder kurze Wege zwischen Schlafzimmer und Bad sind auch für den Fall des später eine Pflegesituation eintritt.

00:07:56: Auch wichtig, weil dann die Pflegekraft nur einen kurzen Weg hat den sie die betreffende Person in das Bad buxieren muss.

00:08:06: Ja, also dazu fällt mir ein gerade wenn man mal nicht in Vertrauter gegen zu Hause ist und nachts das Bad sucht.

00:08:13: Also weiß man worüber sie redet.

00:08:15: kennst du das bei Freunden in Ferienwohnungen und Hotels?

00:08:18: Wenn du dann nachts mal auf Toilette musst?

00:08:20: Also zu unserer Standard-Packliste für Hotels gehört immer eine Taschenlampe kann ich nur so weitergeben und es hilft tatsächlich wenn man irgendwo ist und Nachts aufwacht erste Nacht im Hotel.

00:08:34: Du musst echt überlegen, wo ist jetzt eigentlich die Toilette?

00:08:38: Und deswegen haben wir immer eine Taschenlampe dabei und die nutzen wir auch genau.

00:08:43: Wir haben hier auch ne kleine Lampe im Flur mit Bewegungsmelder.

00:08:47: Die ist direkt in der Steckdose und geht sofort an wenn man nachts die Tür öffnet von seinem Zimmer.

00:08:54: Das gleiche habe ich bei meiner Mutter gemacht nachdem sie vor einigen Wochen sich tatsächlich nachts im Flur langgelegt hat, weil sie stockdunkel in ihr Bad wollte und da ziemlich böse gestürzt ist.

00:09:11: Und seitdem habe ich da auch so eine Lampe.

00:09:14: Und jetzt, soweit sie den Flur kommt, geht das Licht an und sie sieht wo sehen

00:09:18: muss.

00:09:18: Also dann kannst du das nachvollziehen was Anna Schinken sagt?

00:09:21: Jetzt kommen wir zu deinem Lieblingsthema.

00:09:24: Fitness!

00:09:24: Ich hab eben gehört mit den Zehntausend Schritten läuft's im Augenblick nicht so.

00:09:28: Anna Schingen hat da ein... Ganz einfachen Tipp.

00:09:31: Und was ich nicht gut finde, ist eine Entwicklung die man im Neubau oft hat... ...ist dass der Aufzug da ist und das Treppenhaus muss man suchen!

00:09:39: Ich glaube es ist nicht gut weil es dazu verleitet nur noch mit dem Fahrstuhl zu fahren.

00:09:46: Es gibt ein ganz tolles Projekt, das heißt Fitter Living.

00:09:49: Das erste Projekt ist in Landau.

00:09:52: Der Aufzug ist dort Aber es ist eben auch gleichwertig, die Treppe dort zu sehen.

00:09:58: Und an den Treppenstufen ist alle paar Stufen und Etagen eingefriest oder raufgeklebt.

00:10:04: wie viele Kalorien habe ich jetzt verbrannt indem ich jetzt die Treppen gegangen bin.

00:10:08: Es gibt dort zum Beispiel auch so ein LED-Panel im Erdgeschoss wo immer angeschlagen ist wie viele Tage der Aufzug schon nicht benutzt wurde.

00:10:17: Und dann steht da zum Beispiel, heute ist der XXIII.

00:10:20: Tag an dem der Aufzug nicht benutzt und möchte, dass du der erste sein, der diesen Rekord bricht.

00:10:25: Das finde ich auch ganz schön das ein bisschen Challenging zu machen.

00:10:28: also dementsprechend würde ich sagen, dass ein Aufzug da ist es wichtig aber man sollte auf jeden Fall trotzdem nicht faul werden und sagen so ja okay super ich will mit Komfort haben.

00:10:40: Ich bin jetzt alt und deswegen kann ich nur noch mit dem Aufzug fahren sondern halt eben trotzdem sich in Bewegung halten.

00:10:46: Dazu muss ich eine kleine Geschichte erzählen.

00:10:48: Darf ich?

00:10:48: Ja, natürlich!

00:10:49: Ich war mal in einem Fitnessstudio das war im vierten Stock eines Hauses.

00:10:54: schon damals hatte ich mir vorgenommen immer nur Treppen zu nehmen und zwar damals bis zum siebten stock heute würde ich sagen vielleicht bis zum fünften stock.

00:11:03: aber da in dem fitness studio haben dann viele den Fahrstuhl benutzt, während ich die Treppe genutzt habe.

00:11:09: Und genau diese Leute hab' ich dann später auf dem Stepper wieder getroffen und hab gesagt so ein Wahnsinn!

00:11:15: So ein Quatsch!

00:11:16: Die Treppen nehmen Sie nicht aber auf den Stepper gehen sie denn.

00:11:19: Denn Treppensteigen ist so einfach... Aber ich hab dich auch schon beim Fahrstufahren in deinem Haus entdeckt obwohl direkt daneben die Treppel ist.

00:11:27: In welchem Stock lebt ihr?

00:11:29: Wir leben im zweiten

00:11:31: Schlitten.

00:11:33: Und deswegen seid ihr eben auch, als ihr uns jetzt besucht habt die Treppen gegangen.

00:11:38: damit ich ein schlechtes Gewissen kriege denn die Treppe ist bei uns natürlich völlig offen neben dem Fahrstuhl gar nicht zu verfehlen und das einzige was hier nicht ist sind diese Kalorienverbraucher in der Treppe oder die Tafel, wo draufstehe wie lange ich die noch nicht genutzt habe.

00:11:54: Weil da müsste man das hier für... weil da muss ich rechnen sieben Familien machen ein Pennel mit sieben Namen damit dann für jeden einzeln nachgewiesen wird wie oft er die Treppe genommen hat.

00:12:05: Aber

00:12:05: wer doch einmal eine Idee?

00:12:07: Das ist ein Projekt hast du recht!

00:12:09: So.

00:12:09: aber es geht nicht nur um die Schwellenlosigkeit und ums Treppen steigen.

00:12:14: Anna Schingen sagt was sonst noch wichtig isst.

00:12:17: Also Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr Anbindung an einer Versorgung, Anbindungen an das Thema finde ich wahnsinnig relevant.

00:12:27: auch irgendwie Gastronomie.

00:12:28: Dass sich auch wirklich in der Nähe die Möglichkeit haben mal da ins Café zu gehen und da ins Restaurant zu gehen dann eben auch gerne Das Thema Schauen ist irgendwo Ärzte Haus in der Nähe, kann auf jeden Fall super hilfreich sein.

00:12:43: Apotheke ist auch gut so was wie Friseuroptika also halt wirklich die Dinge das täglichen... Bedarfs.

00:12:52: Und dann, und das ist aber auch eher eine persönliche Präferenzenfrage entweder das Thema Naherholung also habe ich vielleicht in der Nähe einen Park, hab' ich in der nähe irgendwie Seegewässer wie auch immer Also irgendwas dass sich auch in der Natur draußen sein kann und dann Aufenthaltsqualität habe oder aber manche sind eher Kulturfreunde zu wissen, so okay ich muss jetzt nicht eine halbe Stunde mit dem Auto fahren um ins Kino zu gehen, um ins Theater zu gehen.

00:13:20: Um auf ein Konzert zu

00:13:21: gehen.".

00:13:22: Ja also kann die nur sagen?

00:13:25: So oft Check kann ich gar nicht sagen wie sie jetzt eben... Kriterien angeführt haben, es ist ja überall Haken dran bei mir.

00:13:33: See, Bölschestrasse ein Kilometer lang voller Kneipen, Restaurants, Geschäfte, Ärzte, Apotheke, Kino alles

00:13:42: da.

00:13:42: Kino habt ihr auch?

00:13:43: Ja!

00:13:44: Aber hier nicht wahrscheinlich.

00:13:45: Nein, in Fronau gibt es kein Kino aber die S-Bahn ist ... der Bahnhof ist nur eine Kilometer entfernt.

00:13:51: das ist jetzt noch genau da richtige Fußmarsch oder auch mit dem Fahrrad.

00:13:55: für die Zukunft ist es zu weit.

00:13:57: wie weit ist denn bei euch die S Bahn?

00:13:59: Die S Bahn ist zu Fuß zehn Minuten.

00:14:02: Wir haben uns gerade E-Bikes gekauft und fahren trotzdem unsere alten Muskelräder, aber nicht weil wir bleiben wollen, sondern weil wir zu faul sind diese Riesendrümmer aus der Tiefgarage hochzuholen.

00:14:14: Das ist immer ein Akt!

00:14:17: Aber das ist auch eine Fitnessübung?

00:14:18: Ja, wir fahren Fahrrad Und wir laufen auch...

00:14:22: Übrigens hat Anna Schingen als Paradebeispiel für einen guten Standort ein Projekt in Berlin angegeben, an dem sie auch mitarbeitet.

00:14:29: Es heißt Jardin Hermsdorf also der Garten von HermsDorf und Der Link kommt als Beispiel und zu Maßnahmen natürlich auch in die Shownotes.

00:14:39: Neben körperlichen Beschwerenissen im Alter kommt allerdings auch die mentale Fitness.

00:14:45: Ich glaube vor Demenz haben wir alle Angst oder?

00:14:48: Ja ich könnte es jetzt ein bisschen lustig umschreiben.

00:14:53: Meine Frau Conny sagt, ich hatte jetzt schon

00:14:56: Gedächtnisstörungen

00:14:58: aber ich hoffe dass die wirklich nur temporär sind.

00:15:02: Ich höre mal nur dann zu wenn ich's auch hören will und wenn sie möchte was tatsächlich erinnere dann haben wir uns darauf geeinigt das sie sich vor mich stellt.

00:15:12: und Achtung!

00:15:13: Bevor Sie eine Ansage machen, dann höre ich ihr zu nein Demenz möchte keiner gerne haben und das ist eine sehr, sehr schlimme, weil eben so schleichende Krankheit.

00:15:28: Also besser!

00:15:29: Wir bleiben

00:15:30: gesund.".

00:15:31: Anashing sagt dazu – und zu anderen Einschränkungen?

00:15:35: Demenz ist natürlich ein Riesenthema, dass man nicht mehr so gut greifen kann... dass das Sichtfeld eingeschränkt ist, weshalb es auch die Kontrastwahrnehmung auf den Augen schlechter wird.

00:15:47: Weshalb es zum Beispiel nicht gut ist, stark gemüsterte Böden... zu haben, weil das dann irgendwann zu flackern und so Irritationen sorgen kann.

00:15:54: Oder dass es wie es jetzt ja teilweise auch modern ist zum Beispiel dunkle Lichtschalter auf weißer Wand zu haben also damit man den Lichtschalter wirklich gut sehen kann.

00:16:03: Also Sprich Sichteinschränkungen sind ein Thema.

00:16:05: Motorikeinschrankung ist natürlich ein Thema und das Thema kognitive Einschränkung.

00:16:11: Und das ist ein Thema wo auch das Pflegeheim irgendwann unvermeidbar wird.

00:16:18: Also doch, dann landen wir jetzt beim Thema Pflegeheim.

00:16:20: Eigentlich wollte ich nicht darüber sprechen.

00:16:22: Ja stimmt!

00:16:23: Es geht heute um das Selbstständige Wohnen im Alter und gerade deswegen ist es interessant was Anna Sching über die Pflegebedeutigkeit in diesem Zusammenhang sagt?

00:16:33: Also, vom Prozent der über unsechzigjährigen haben keinen Pflegebedarf.

00:16:39: wenn ich von keinem Pflegebedarf spreche meine ich damit weder ambulante Pflege noch stationäre Pflege.

00:16:46: Bei den über-fummen-Siebzigjährigen sind das immer noch Fummon-Achzigprozent, die keinen Pflegebedarf haben.

00:16:53: Bei den Über-Fummon Achtzigjährigen gibt es dann einen starken Anstieg auf ungefähr fünfzig Prozent der Menschen.

00:17:01: aber selbst bei den Über-, Fummond-Achtzig-Jährigen haben nur zwölf Prozent ein Bedarf an stationärer Pflege.

00:17:07: Das heißt, die meisten entwickeln eben keinen Pflegebedarf oder wenn dann erst sehr, sehr spät.

00:17:15: Der Großteil muss da niemals hin.

00:17:19: Was sagst du jetzt dazu?

00:17:20: Ja das ist natürlich gut zu hören.

00:17:22: auch meine ein neunzigjährige Mutter lebt noch zu Hause und kann sich Gott sei Dank noch wirklich gut selbst behelfen.

00:17:28: wie unterstützen sie?

00:17:29: natürlich kaufen wir jetzt auch für sie einen konnt.

00:17:32: ihr wischt ihre Wäsche aber ansonsten ist die noch fit macht jeden Tag ihre Kreuzbrotdrehzel liest und lebt tatsächlich noch ohne Pflege, Hilfe.

00:17:44: Ein tolles Vorbild!

00:17:46: Anna Sching erzählt von einer anderen Form des Wohns über das Konzept Livli.

00:17:51: Der erste Standort ist in Gronau entstanden und der zweite in Duisburg wird jetzt im Mühlheim entstehen.

00:17:56: Das Konzept heißt Livli Und die Gründerin von Livli, die Christina Keins Die habe ich letzte oder vorletzte Woche getroffen auf eine Veranstaltung.

00:18:04: Dann hat sie mir erzählt dass es bei ihr in Duasburg zwei Bewohnerinnen gibt.

00:18:10: Die eine ist mit pflegegrad eins eingezogen, die andere ist mit Pflege grad zwei eingezog.

00:18:15: Und das Livley-Konzept ist eigentlich... Es gibt ein Gemeinschaftswohnzimmer mit einer Gemeinscha... Küche, die ist direkt dort angedockt.

00:18:25: Dann gibt es halt irgendwie noch so eine Art Waschsalon mit angeschlossener Kaffeestationen.

00:18:29: das heißt ich habe meine Waschmaschine nicht in der Wohnung sondern ich gehe zum Wäschewaschen runter.

00:18:33: während ich dort auf mein Wäschebad kann ich mir dann einen Kaffee ziehen, kann im Plausch halten mit der Nachbarin.

00:18:38: dadurch entsteht auch automatisch immer so Begegnungen.

00:18:41: und diese beiden Damen, die eine hat jetzt nur noch Pflegegrad eins und die andere hat gar keinen Pflegegrat mehr und da ist nichts passiert außer dass sie seit einem Jahr in Gemeinschaft leben.

00:18:51: Kannst du den Link dann von Gifli in die Shownotes packen?

00:18:54: Mach ich.

00:18:55: Anna Sching sortiert für uns nochmal, welche verschiedenen Wohnform es gibt.

00:18:59: Das klassische Seniorengerechtewohnungen.

00:19:03: Da geht es erstmal darum, dass die Immobilie auf die Bedarfe von älteren Menschen und älterswertenden Menschen ausgerichtet ist.

00:19:10: So was wie das Thema Barrierefreiheit?

00:19:12: Wie ist das Bad konfiguriert?

00:19:14: Dann gibt es das Thema Servicewohnen – das ist quasi so die nächste Stufe.

00:19:19: Das sind quasi die seniorengerechte Wohnungen aber ergänzt um Gemeinschaftsflächen und additive modulare Serviceangebote.

00:19:29: Dann kommt als nächstes Thema betreutes Wohnen, das ist so dieses klassische Betreutewohnen was man kennt.

00:19:34: Auf modulares Serviceangebote kommen wir noch mal zu später zu sprechen.

00:19:38: ich habe dann aber nochmal nachgefragt nach speziellen Plattformen wo man sich über die verschiedenen Wohnformen informieren kann.

00:19:45: Anna Sching

00:19:46: Da gibt es wahnsinnig viele mittlerweile.

00:19:49: Ich kann dafür wenn ich da auch noch auf eine Plattform hinweisen die heißt Living.de mit double V und die stellt ganz ganz viele tolle auch super individuelle, teilweise privat initiierte Konzepte und Projekte vor.

00:20:03: Und von den Wohnformen Seniorengerichteswohnenservicewohnen betreutes Wohn-Seniorenresidenzen.

00:20:09: abseits dessen gibt es natürlich auch so Themen wie der Selbstversorger Bauernhof Menschen die sich in einer Baugemeinschaft zusammenfinden, Menschen die zum Beispiel Dachgeschoss oder ein Dachstuhl kaufen und den Gemeinsamen umbauen.

00:20:25: Und sich dann so einen Co-Living bauen mit einer Gemeinschaftsküche, aber jeder hat trotzdem sein eigenes Zimmer und sein eigener Bart und die machen da eine SeniorenwG.

00:20:35: also es gibt... Da ist die Bandbreite wirklich total individuell und groß was ich super finde.

00:20:40: und darum finde ich es super dass man eben zum Beispiel auf dieser Living Plattform entweder Projekte findet wo man sich selber irgendwie auch noch beteiligen und mit einsteigen kann als eben auch Inspiration zu finden, teilweise auch Anleitung zu finden wie man sowas mit seinen Freunden selber gut gestalten

00:20:56: kann.

00:20:57: Bevor du wieder nachfragst Living.de kommt natürlich auch in die Shownotes.

00:21:01: Was hältst du vom Selbstversorger-Bauernhof?

00:21:04: Wäre das was für euch?

00:21:06: Für Conny kann ich mir das sogar vorstellen, für meine Frau.

00:21:09: Für mich eher weniger weil es klingt so nach Gartenarbeit und wie du vielleicht aus unseren vielen Gesprächen weißt hasse ich Gartenerbeit.

00:21:16: Deswegen

00:21:17: glaube ich nicht dass das etwas für mich wäre aber ich finde es trotzdem ein natürlichen total vernünftiges und nachhaltiges Projekt gibt ein gutes Karma.

00:21:26: Sprechen wir über das berühmte Mehrgenerationen aus.

00:21:30: Da hat Anna Sching allerdings eine ganz dezidierte Meinung.

00:21:33: Also, dass mehr Generationenhaus funktioniert teilweise?

00:21:40: Ich glaube, dass es zum Teil aber auch ein bisschen sozialromantik ist.

00:21:44: und die Frage ist auch was sind denn Mehrgeneratione – die siebenundsechzigjährige und die hundertzwei-Jährige sind ja auch schon zwei Generationen.

00:21:53: Und ich habe auch in Gesprächen mit älteren, also mit der älteringen Klientel die ich jetzt mal als zu sechzig-fünfundsechzig plus definieren würde.

00:22:02: Auch mitbekommen dass sie sagen ja jüngere Leute gern aber jünger Leute bedeutet für mich und ich bin jetzt fünfundsiebzig eigentlich so ü fünfzig und nicht zwingend Familie Kinder oder auch das Thema, was auch ich ganz oft höre Projektentwickler sagt.

00:22:20: Ich entwickle einen Seniorenwohnkonzept und mache unten eine Kita rein und dann so warum?

00:22:27: Also was hat der Senior, der ja den ganzen Tag zu Hause ist?

00:22:31: Ist aktiv und viel unterwegs aber eben nicht mehr zwingend des Hausverlass muss umzuarbeiten davon wenn unten halt irgendwie ne Kita drin ist die er den ganzen tag lernen macht?

00:22:40: glaube dieses System aus.

00:22:42: Die Oma passt dann Nachmittags auf die Kinder auf.

00:22:45: habe ich jetzt auch nicht gesehen, dass das flächendeckend gut funktioniert.

00:22:49: Habt ihr eine Kita oder eine andere Geräuschkulisse in eurer Nähe?

00:22:53: Ja also höchstens ein Spielplatz der sich schräg gegenüber und manchmal ein einzelnes Kind was auf der Straße so laut streit, dass man die Polizei holen möchte weil ich denke, das ist ein Fall für meinen True Crime.

00:23:08: Du meine Güte!

00:23:09: Aber ansonsten ist es hier total ruhig.

00:23:11: Also da können wir uns wirklich nicht beschweren.

00:23:14: Ja, unser Nachbar hat für seine drei Kinder und für die vielen Freunde von den drei Kindern einen Swimmingpool aufgebaut.

00:23:22: Ganz tolle Idee!

00:23:23: Und der fragt dann immer ganz besorgt sind die Kinder zu laut?

00:23:26: Aber wir finden das herrlich was ich das so anhört wie sich Sommerfähigen eigentlich anhören.

00:23:30: Mir

00:23:31: fällt es leider nicht ein.

00:23:32: Es gibt tatsächlich einen behördlichen Begriff Für den Lärm den Kinder machen weil man denen ertragen muss.

00:23:40: Also

00:23:41: will wir natürlich auch.

00:23:42: also mich stört es nicht.

00:23:44: Aber es gibt durchaus auch Leute, die sich dann beschweren.

00:23:46: Und dann gibt es irgendein Paragrafen, wo drin steht.

00:23:48: also Kinderlärm ist kein Störnderlärmen.

00:23:51: Ja darüber können wirklich die Meinungen weitaus auseinander gehen.

00:23:54: das tun sie auch in unserer Nachbarschaft.

00:23:58: Okay aber wann soll man denn nun damit anfangen sich um das Wohnen im Alter zu kümmern?

00:24:04: Gut dass du fragst Du hast es rechtzeitig gemacht.

00:24:07: Wir sind eigentlich schon zu spät dran Anna Schenk

00:24:10: Mit fünfzig Spätestens um wirklich die Weichen zu stellen, also einmal für sich selber ein Bild zu skizzieren.

00:24:20: Wie will ich wann eigentlich leben?

00:24:22: Teilweise brauchen Menschen dann ja auch die Vorbereitungszeit... Ich bin jetzt ja dreieinvierzig und beschäftige mich natürlich selber auch schon damit.

00:24:31: Also sowas ist ja auch nicht von jetzt auf gleich getan und ich glaube es ist nicht gut mit siebenundsechzig wenn man zum Beispiel aus dem Erwerbsleben ausgeschieden ist dann plötzlich sagen so oh jetzt bräuchte ich eigentlich was.

00:24:43: So ist es ja bei euch.

00:24:44: Du wirst in ein paar Wochen siebenundsechzig und wohnst im Reihenhaus.

00:24:48: Erwischt!

00:24:49: Ja, also ihr habt einen Reihenhause, wunderschön gelegen.

00:24:52: wir waren ja auch ab und zu zu Gast und tolle Nachbarn wahrscheinlich.

00:24:57: aber euch ist klar bei vier Etagen inklusive Keller war das jetzt glaube ich ne?

00:25:02: Da müsst ihr entweder eine Baugenehmung für ein Lift vom Keller bis... Das wird

00:25:08: nichts gehen.

00:25:10: Oder ihr müsst euch was anderes suchen?

00:25:11: Was sind denn da die Kriterien für euch dann?

00:25:13: Also wir sind tatsächlich, also meine Frau Brigitte und ich sind ja am Anfang des Gesprächs.

00:25:19: Wir sind da nicht früh dran das wissen wir Und ich bin auch eher derjenige der das befördert und das Gespräch darauf bringt und Brigitte sagt dann eher Lass uns noch mal paar Jahre Zeit lassen.

00:25:34: Es ist so, dass ich glaube wir sollten uns jetzt damit beschäftigen, damit wir in drei vier Jahren die richtige Entscheidung treffen werden wenn wir so um die siebzig sind.

00:25:44: und ich sage ganz klar wir haben kleinen Garten nur

00:25:47: aber ich

00:25:48: brauche

00:25:48: kein Garten wenn die Umgebung schön ist.

00:25:51: Ich würde eine Wohnung bevorzugen wie ihr das auch habt.

00:25:53: eigentlich seid ihr das Vorbild also einen schönen Balkon Und eine Wohnung die genug Platz wenn es geht, auch ein Gästezimmer hat.

00:26:01: Das ist für uns immer ganz wichtig, dass die Kinder kommen können oder auch andere Gästel und wir haben auch viele Gästen aber ansonsten das was natürlich in aller Munde ist barrierefrei

00:26:10: etc.

00:26:12: Bei uns war das ja wirklich auch so, dass ich eher ein Haus wollte und konni die Wohnung weil sie nämlich noch sehr gut in Erinnerung hatte welche Probleme ihre Mutter in ihrem Elternhaus hatte Und da war's eben nicht so einfach nochmal von heute auf morgen einen Platz in einem Pflegeheim zu bekommen Und das ist ja das Grundproblem, diese Etagen die man dann irgendwann nicht mehr bewältigen kann.

00:26:35: Der einzige Grund warum meine Mutter mit ein neunzig noch in ihrem Haus wohnt ist dass wir ihr mehr oder weniger aufgedrungen haben einen Lifter da einzubauen was sie ursprünglich eigentlich gar nicht wollte.

00:26:45: und heute ist sie froh dass es dieses Teil hat so lange es funktioniert.

00:26:49: neulich war es kurz kaputt aber am selben Tag noch repariert.

00:26:53: Aber das sind halt so die Probleme und die einzige Lösung, die es dafür gibt ist dass man ein Haus hat wo man im Erdgeschoss ein richtiges Bad hat.

00:27:02: Das ist ja meistens das Hauptproblem, dass du im Erddgeschoss in diesen Häusern nur Gäste-Toiletten hast und selbst wenn du dann runterziehst ins Wohnzimmer und das als quasi Einraumwohnung nutzt, hast du halt kein richtiges bad.

00:27:15: und deswegen glaube ich ist die Entscheidung im Nachhinein auch vollkommen richtig gewesen, dass wir uns eine Wohnung und nicht ein Haus gesucht haben

00:27:23: Muss aber auch sagen, jeder hat die finanziellen Möglichkeiten so wie er möchte sich im Alter einzurichten.

00:27:29: Ich habe Anna Sching nach Fördermöglichkeiten gefragt zum Beispiel für altersgerichtes Umbauen – Anna Schin.

00:27:36: Also es gibt auf jeden Fall Fördermaöglichkeiten für das Thema wenn ich bei mir selber umbauer?

00:27:42: Also sprich zum Beispiel ein Bad mit einer Badewanne in barrieresfreies Bad.

00:27:47: Umbauer gibt es Zuschüsse, dazu auch da gibt es unterschiedliche Programme.

00:27:51: teilweise sind sie von der KfW, teilweise gibt er die Kranken- bzw Pflegekasse.

00:27:56: was dazu?

00:27:57: Das ändert sich allerdings so schnell und diese Töpfe sind dann mal hier und dort angedockt.

00:28:03: Und sind auch gerne immer mal schnell leer, deswegen würde ich mich da auf jeden Fall teilweise auch bundeslandabhängig immer individuell nochmal erkundigen in meinem Bundesland und schauen welche Möglichkeiten es dort gerade gibt wenn nicht umbauen möchte.

00:28:18: Na ja, da habt ihr noch ein bisschen was zu tun bei euch im Rhein-Noord?

00:28:21: Ja stimmt!

00:28:22: Aber wir sind nicht allein.

00:28:23: Anna Schingen klärt über den Wohnbedarf und den Bedarf

00:28:27: auf.

00:28:28: Und wenn man sich beim Senior Living anschaut, wie viele Wohneinheiten gibt es und wie hoch ist der Bedarf?

00:28:34: Dann sagt man das gibt ungefähr drei Hunderttausend Wohnanheiten davon in Deutschland.

00:28:39: Der Bedarf aktuell bereits sind sechshundertausend WohNeinheiten.

00:28:45: Denkt man jetzt so, naja, sechshunderttauseinwohneinheiten hört sich jetzt ja auf... Obwohl, dass sich eine solche Wohnanlage damit wirtschaftlich ist.

00:28:58: Im Schnitt sagen wir, siebzig bis hundertzwanzig Einheiten hat also Wohnungen und man das wiederum runter rechnet auf wie viele Häuser müssten denn jetzt eigentlich schon morgen entstanden sein?

00:29:11: um diese sechshunderttausend zu füllen, dann sehen wir das.

00:29:14: es halt einfach eine Riesenanzahl an Häusern ist.

00:29:17: Und dass eben dieser Bedarfslücke von sechshundertausend Wohneinheiten die gibt es schon seit mehr als fünf Jahren und es sind jetzt vielleicht fünfzehn Häuser dazu gekommen in den letzten Jahren.

00:29:29: also es ist wahnsinnig

00:29:30: wenig.".

00:29:31: Soweit Anna Sching.

00:29:32: Anke Benradt isst eine der Glücklichen die mit ihrem Mann eine altersgerechte Wohnung im langen Feld zwischen Köln und Düsseldorf gefunden.

00:29:41: Sie ist vierundsechzig Jahre alt und frisch pensionierte Staatsanwälte.

00:29:45: Noch wohnen sie in einer Doppelhaushälfte in Berlin mit vielen Treppen, beiziehen sie um in ihre neue Wohnung, in ihre geliebte alte Heimat das Rheinland.

00:29:56: Warum das jetzt genau für sie der richtige Zeitpunkt ist, erklärt Anke Benrad.

00:30:01: Erst mal denke ich, dass man in der Lebensphase, in der man in den Ruhestad geht das allererste Mal frei entscheiden kann wo man leben möchte und auch wie man leben will.

00:30:15: Und ich glaube die Bedürfnisse im Alter werden einfach andere.

00:30:18: Wir haben hier eine Doppelhaushälfte mit drei Stockwerken, die wir alle benötigen entsprechend mit Treppen verbunden.

00:30:26: Eine kleine Treppe auch noch bis zur Haustür hoch.

00:30:30: Das ist im Augenblick alles noch überhaupt gar kein Problem.

00:30:34: Es kann aber irgendwann im Alter ein Problem werden, ich habe das in der Familie gesehen bei diversen Freunden und Bekannten – dass es einen irgendwann ereilt, dass die Treppen derart hindern, dass man sein Leben nicht mehr so frei gestalten kann.

00:30:54: Und deswegen glaube ich schon, dass es ganz entscheidend in eine barrierefreie Immobilie zu ziehen.

00:31:04: Besonders interessant finde ich, dass Anke Benrad ihre neue Freiheit betont und wieder in ihre alte Heimat zieht und freudig Berlin verlässt.

00:31:13: Kannste das verstehen?

00:31:14: Ja, das kommt natürlich auch immer auf die familiäre Situation an.

00:31:19: wenn ich jetzt zum Beispiel zurück nach Thüringen ziehen würde wo ich herkomme kenne ich kein Menschen mehr und meine ganze Verwandtschaft ist schon unter der Erde.

00:31:28: also es macht keinen Sinn.

00:31:30: Aber was ist denn mit Schleswig-Holstein?

00:31:33: Ja, viele Überlegungen.

00:31:36: wenn ich bei der Familie und so Sohn in Kiel bin und morgens beim Bäcker zur Begrüßung ein richtig schönes Moin singen kann fühle ich mich schon ganz wohl.

00:31:46: aber einfach ist das mit dem Umziehen ja auch nicht.

00:31:49: Das Umfeld muss stimmen wie Anke Bernrad sagt.

00:31:52: Bei dem Umfeld haben wir großen Wert darauf gelegt, dass wir zum Einkaufen keine Wege haben oder nur Gringe.

00:32:00: Dass für den täglichen Bedarf letztendlich alles noch auch mit einem Rollator erreichen würden.

00:32:07: Dass da ein großes Maß an Selbstständigkeit uns erhalten, auch wenn es uns irgendwann körperlich nicht mehr so gut geht.

00:32:16: Denkst du schon an Rollator?

00:32:19: Ehrlich gesagt... Noch nicht so richtig.

00:32:20: Meine Mutter hat ihn erst in ihren späten Achtzigerjahren gebraucht, wie es bei deiner Mutter braucht?

00:32:26: Ja ja absolut sie brauch ein.

00:32:28: und ich sag mal so wenn's bei mir soweit wäre du weißt dass ich Autoaffin bin würde ich mich natürlich einen mit Motor kaufen.

00:32:38: Anke Bemrat red aber dazu rechtzeitig an einem Umzug zu denken.

00:32:43: Es ist gut es zu dieser Zeit zu tun, wo man es noch nicht so nötig hat.

00:32:50: Weil wenn man umzieht nach vier und dreißig Jahren aus einer angestammten Wohnlage sich natürlich auch neu vernetzen muss.

00:33:00: Man hat neue Nachbarschaften.

00:33:02: Wenn ich im Alter irgendwo wohne, möchte ich es ein bisschen lebhafter haben.

00:33:08: Ich zu Fußbrötchen holen gehen.

00:33:11: Ich möchte Öffentlich-Verkehrsmittel vor der Tür haben, ich möchte eine Kneipe in Fußentfernung, ich will Einkaufsmöglichkeiten haben die ich im Zweifel auch dann noch habe wenn ich nicht mehr in der Lage bin Auto zu fahren.

00:33:26: Im Augenblick kann man weiß halt nicht wie lange noch.

00:33:29: Ärzte darf man nicht vergessen, das hat sie nicht gesagt.

00:33:31: Ganz wichtig haben wir hier alles Kneipen Restaurants auch wirklich within walking distance wie man Neudeutsch sagt.

00:33:39: Darauf haben ja auch wirklich Wert gelegt genau darauf dass es eben diese Umgebung hat wo man dann auch die Chancen noch hat.

00:33:46: und kleiner Tipp Wir haben ja schon eine Folge gemacht zum Thema Ehrenamt, also Leute die umziehen können durchaus ins Ehrenamtbüro und können sich über Ehrenämter in ihrem Kiez nochmal neu vernetzen.

00:33:58: Das wäre dann auch nicht

00:33:58: möglich.

00:33:59: Ich darf eine Stammkneipe empfehlen

00:34:01: lassen oder in der Stamm Kneipe als Ehrenambler hier im Dach sitzen?

00:34:07: Also die Stammknäipe ist ihr sehr wichtig.

00:34:10: aber hör mal was sie noch zu sagen hat!

00:34:12: Also ich bin jemand der sehr gerne schnell mitten im Leben ist und wir sind jetzt in einer Wohnlage, die zum Beispiel einen Marktinfusentfernung hat der zweimal die Woche statt für den Wochenmarkt wo man sich im Zweifel trifft, Nachbarn trifft.

00:34:27: Und insgesamt ein gemischtes Wohnumfeld wo ältere Leute wohnen aber auch junge.

00:34:34: ich glaube also jetzt für uns wäre keine Alternative gewesen Seniorenwohnanlage oder so was zu ziehen.

00:34:42: Das ist dafür schlicht und ergreifend zu früh, und ich glaube diese Wohnung würde verhindern dass wir das überhaupt

00:34:52: machen.

00:34:53: Haben Sie sich denn nach Pflegemöglichkeiten ambulante Pflege oder sowas erkundigt?

00:34:58: Nein

00:34:59: bislang noch nicht!

00:35:01: Das ist etwas.

00:35:02: das schieben wir dann doch ein bisschen nach hinten weil danach fühlen wir uns einfach im Moment noch nicht.

00:35:09: Das ist so ähnlich wie mit dem Rollator.

00:35:11: Pflege kommt später noch nicht jetzt, aber im Hinterkopf sitzt auch schon Anke Bernrad.

00:35:17: Wir haben jetzt eine Immobilie gewählt die zwei Bäder hat und ein Gästezimmer was natürlich solange es uns gut geht unseren Freunden und Kindern zur Verfügung stehen wird.

00:35:30: Aber Es Ist theoretisch möglich dass man Eine pflegende Person in der Wohnung unterbringen könnte.

00:35:38: Habt ihr an sowas gedacht?

00:35:39: Ja,

00:35:40: das ist ja auch bei uns.

00:35:41: Wir haben ja auch mein Arbeitszimmer, könnte man auch umrüsten zum Pflegezimmer z.B.

00:35:46: für meine Mutter und wir haben auch zwei Wäder also... Das war auch mit eine Auswahlkretärin.

00:35:53: Anke Benrath hat dann über ihre ersten Erfahrungen mit den neuen Nachbarn im Haus, wo sie jetzt einziehen wollen berichtet.

00:36:00: Da haben wir geklingelt und uns vorgestellt Und waren alle sehr sympathisch, freuten sich.

00:36:07: Die Wohnung stand eine ganze Weile leer und sie freuen sich dass da nur jemand wieder einzieht und wir haben durchaus das Gefühl gehabt, dass wir uns da sehr wohl fühlen.

00:36:16: auch

00:36:17: die Hausgemeinschaft ist sehr gemischt.

00:36:19: zwei sehr alte Damen schon neunzig sind Zwei Wohnungen mit Leuten mittleren Alters die so um die fünfzig sind und zwei junge Familien Mit Kindern.

00:36:29: Du hast eben von dem Spielplatz vor eurer Tür erzählt.

00:36:32: Habt ihr denn auch junge Familie mit Kindern in eurem Haus?

00:36:36: Ja, das war natürlich als wir vor zwölf Jahren eingezogen sind.

00:36:41: noch ein anderes Thema.

00:36:42: da ging es dann in den Eigentümerversammlungen noch darum wie viele Spielgeräte wir auf den Hof aufbauen wo wir älteren schon ein bisschen gebremst haben mit dem Hinweis, dass die Kinder sicherlich nicht besonders lange den Sandkasten nutzen werden, denen wir uns dann gebaut haben.

00:36:59: Und es ist so.

00:37:00: mittlerweile ist da eine Plane drüber.

00:37:02: kein Kind macht mehr diese Plane auf und buddelt im Kasten.

00:37:06: Aber gut, ne Bischock is da!

00:37:08: So jetzt wird's technisch.

00:37:10: wie smart soll das neue Heimwerden?

00:37:13: Ein Hort der digitalen Steuerung des alltäglichen Lebens Anke Bernrad.

00:37:18: Ehrlich gesagt, nein!

00:37:20: Ich bin noch ein Kind des Analogenzeitalters und ich habe eine Tante deswegen das Thema durchaus vertraut

00:37:28: die

00:37:29: sich jetzt eine Haustür einbauen lassen die mit einer sogenannten Fernsteuerung zu öffnen ist so eine Bewegungsmelde und dann geht die hauste auf gibt es alles.

00:37:40: Bei ihr ist es allerdings so, dass es in drei von fünf Fällen nicht funktioniert und sie dann doch auf den Schlüssel zurückgreift.

00:37:47: Und ich glaube die Technik wird fortschreiten und vielleicht wird es irgendwann sehr selbstverständlich.

00:37:53: worauf wir jetzt geachtet haben – ist natürlich das wir eine Gegensprechanlage haben sogar mit einem Video, einer Kamera, das man sieht wer vor der Haustür steht.

00:38:03: Das schon aber das ist eigentlich alles an Smart was wir haben.

00:38:07: Eine Videokamera habt ihr nicht?

00:38:08: Doch, haben wir auch.

00:38:10: Aber die Klingel funktioniert nicht!

00:38:13: Wir haben schon öfter Pakete beim Nachbarn abgeholt oder wo wir da zu Hause waren weil die klingeln nicht zu hören war.

00:38:20: aber ansonsten habe ich mit Smart jetzt auch nicht so vieler Mut.

00:38:24: Ich gebe zu sowohl mein Fernseher als auch meine Stereo Anlage Als auch meine Kaffeemaschine kann ich alle mit dem Handy starten Funktioniert nur meistens nicht.

00:38:34: Wow immerhin.

00:38:35: zum Schluss sagt Anke Bernrad noch Bedenkenswertes über Familienzusammenzug.

00:38:42: Wir haben nur einen Sohn, der im Ausland lebt und von daher in die Nähe zu ziehen war uns nicht möglich.

00:38:51: Muss man auch überlegen ob man das so will.

00:38:53: den Kindern auf die Pelle zurück ist immer zwiespältige Sache aber sei es drum wir ziehen jetzt in eine Gegend wo wir sehr sehr lange langjährige und enge Freunde haben damit auch in einen Umfeld kommen, wo die sich gut auskennen was Ärzte angeht.

00:39:11: Was auch sonstige Facilities angeht, Einkaufsmöglichkeiten Handwerker, die da sehr gut vernetzt sind und ich glaube ein ganz entscheidender Punkt für mich ist es sehr egal wo man alt wird aber es ist nicht egal mit wem man alt will.

00:39:28: Das wäre so schönes Schlusswort für diese Folge Wenn mir nicht mein alter Freund Kai Flathau über den Weg gelaufen wäre, der gerade in eine Wohnung umgezogen ist mit der er sich vor allen Eventualitäten des Alters schützen möchte.

00:39:44: Er lebt in Hamburg, ist seventy Jahre alt und arbeitet noch als Rechtsanwalt.

00:39:49: zu seiner neuen Wohnung sagt er

00:39:52: Das Haus ist gebaut worden von der Martha-Stiftung.

00:39:54: Die haben angefangen, im neunzehnten Jahrhundert Wohnungen für alte Jungfernen zu bauen und sie sind weiterhin gemeinnützig und haben sich darauf spezialisiert barrierefreie Wohnung für Ältere für Senioren zu bauen Seniorengericht, sondern auch die Services, die sie zusätzlich anbieten.

00:40:13: Man kann also alle möglichen Services hinzu buchrennen soweit man im Alter nicht mehr so gut kann von Einkaufen über sauber machen bis Essensversorgung und auch Pflege.

00:40:25: Und das war mit einer der entscheidenden Punkte, warum ich mich für diese Wohnung entschieden habe.

00:40:31: Das waren sechszig Prozent Kopfentscheidungen und vierzig Prozent Bauchentscheiden.

00:40:36: So

00:40:37: Jetzt bitte keine lauen Witze über Wohnungen für alte Jungfahren.

00:40:41: Kai war verheiratet sogar mehrfach und hat drei Kinder.

00:40:44: Kannst du das mit der Kopf-und Bauchentscheidung nachvollziehen?

00:40:48: Ja, aber das klingt eher nach einer Kopfentscheitung.

00:40:49: Das kann ich sehr gut nachvollzielen.

00:40:52: Ja, dass mit der Kopfen Entscheidung erklärt Kai Flathor dann auch noch mal.

00:40:55: Also es gibt einen Grundvertrag.

00:40:57: den muss man abschließen.

00:40:58: da nehme ich nichts in Anspruch.

00:41:00: Ich kann das an Anspruch nehmen.

00:41:02: Von der Sozialstation gibt es Kontakte zu mir, die auch regelmäßig nachfragen wie es mir geht.

00:41:07: Es gibt gemeinsame Kaffeetafeln hier im Haus mit den anderen Senioren und ich könnte auch Ausfahrten mitmachen.

00:41:12: das kann ich Gott sei Dank noch alles alleine machen.

00:41:14: aber es ist beruhigend zu wissen dass man telefonieren kann und sofort auch Hilfe bekommt.

00:41:20: Ich war am Frühjahr sehr schwer an Influenza erkrankt und nicht fähig das Haus zu verlassen

00:41:26: Und

00:41:27: da musste mein Bruder mir helfen mit der Versorgung.

00:41:29: Hier bräuchte ich nur zu telefonieren und hier käme täglich jemand, der sich um mich kümmert und das finde ich als Single sehr viel

00:41:36: wert.".

00:41:37: So wir kommen zum Ende.

00:41:38: Zeit für ein Befazit Michael!

00:41:39: Habt ihr denn alles richtig gemacht oder würdest du nach diesen Informationen jetzt doch das eine oder andere anders entscheiden?

00:41:47: Naja, ich glaube für den ersten Abschnitt haben wir alles richtig gemacht und mit dem ersten Abschritt meine ich die Zeit wo wir noch mobil sind.

00:41:55: Wo wir noch reisen können, wo wir eigentlich nicht so sehr auf alle diese Punkte angewiesen sind, die dein Freund gerade erklärt hat mit den zusätzlichen Services.

00:42:05: Aber auch uns ist klar, wir wollen hier so lange es geht wohnen bleiben.

00:42:08: Müssen uns aber irgendwann wohl Notgetrunken auch Gedanken machen was kommt nach dieser Phase wenn wir eben nicht mehr selber uns behelfen können?

00:42:18: Das war's jetzt erstmal!

00:42:19: Wir machen eine kleine Pause und bitten um Kommentare in der Kommentarspalte über mögliche Themen oder auch Anregungen oder auch Kritik positive und negative.

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